Breakfast at Tiffany`s
Breakfast at Tiffany`s
Staatstheater Schwerin, 2018
Planet der Waffen - Zaun und Zeit
Planet der Waffen - Zaun und Zeit
Volkstheater Wien, 2018
Revolutionary Ways to clean your Swimmingpool
Revolutionary Ways to clean your Swimmingpool
National Theatre of Greece, 2018
Ein idealer Mann / An Ideal Husband
Ein idealer Mann / An Ideal Husband
Staatstheater Kassel, 2017
Schöne Bescherungen / Season`s Greetings
Schöne Bescherungen / Season`s Greetings
Landestheater Niederösterreich, 2016
Είμαι σαν εσάς... / Ich bin wie ihr...
Είμαι σαν εσάς... / Ich bin wie ihr...
ETERIA FILON Thessaloniki, 2016
Brooklyn Memoiren
Brooklyn Memoiren
Volkstheater Wien, 2016
ASTEGOΣ und die Rache des Aristophanes
ASTEGOΣ und die Rache des Aristophanes
Max Reinhardt Seminar Wien, 2016
Der nackte Wahnsinn
Der nackte Wahnsinn
Theater Oberhausen, 2015
Familienszenen
Familienszenen
Landestheater Niederösterreich, 2015
Der Stein
Der Stein
Residenztheater München, 2014
Grieche sucht Griechenland
Grieche sucht Griechenland
Residenztheater München, 2014
Hedda Gabler
Hedda Gabler
Schauspiel Leipzig, 2014
Bunbury
Bunbury
Duesseldorfer Schauspielhaus, 2013
Die Tigerin
Die Tigerin
Burgtheater Wien, 2013
Greece : Austria—Ein Streitspiel!
Greece : Austria—Ein Streitspiel!
National Theatre of Northern Greece, Thessaloniki / Schauspielhaus Graz, 2013
Bezahlt wird nicht
Bezahlt wird nicht
Theater Oberhausen, 2013
Don Carlos
Don Carlos
Staatstheater Mainz, 2012
Amphitryon
Amphitryon
Theater Oberhausen, 2012
Die Katze auf dem heißen Blechdach
Die Katze auf dem heißen Blechdach
Staatstheater Mainz, 2012
Die Odyssee
Die Odyssee
Kunstuniversität Graz, 2012
Medea
Medea
Düsseldorfer Schauspielhaus, 2011
Der goldene Drache
Der goldene Drache
Schauspielhaus Graz, 2011
Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Theater Oberhausen, 2011
Eine Sommernacht
Eine Sommernacht
Burgtheater Wien, 2010
Jenseits von Eden
Jenseits von Eden
Theater Heidelberg, 2010
Die Seemannsbraut
Die Seemannsbraut
Brucknerhaus Linz, 2010
Peer Gynt
Peer Gynt
Max Reinhardt Seminar Wien, 2009
Liebesgeschichte
Liebesgeschichte
Max Reinhardt Seminar Wien, 2009
Wer hat Angst vor Virginia Woolf…?
Wer hat Angst vor Virginia Woolf…?
Max Reinhardt Seminar Wien, 2009
Lysistrata
Lysistrata
Max Reinhardt Seminar Wien, 2008
Schwimmen wie Hunde
Schwimmen wie Hunde
Max Reinhardt Seminar Wien, 2007

National Theatre of Greece 2018

Επαναστατικές μέθοδοι για τον καθαρισμό της πισίνας σας / Revolutionary Ways to clean your Swimmingpool

Alexandra K*

Premiere: 10.05.2018

Director: Sarantos Georgios Zervoulakos, Set design: Ilenia Douladiri & Sarantos Georgios Zervoulakos, Costumes: Ilenia Douladiri, Dramaturg: Stella Rapti, Video: Nikos Pastras, Light design: Nikos Vlassopoulos, Assistants to the director and the dramaturg: Marie Tragousti, Lisiane Durand

With Manolis Mavromatakis (Antonis Doe), Dimitris Passas (Son Doe), Rosa Rodromou (Daughter Doe), Eva Maria Sommersberg (Eva, a friend from Germany)

Eva Maria Sommersberg, Manolis Mavromatakis © Karol Jarek
Dimitris Passas © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis © Karol Jarek
Dimitris Passas, Eva Maria Sommersberg, Rosa Prodromou © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis © Karol Jarek
Dimitris Passas, Rosa Prodromou, Manolis Mavomatakis, Eva Maria Sommersberg © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis, Eva Maria Sommersberg © Karol Jarek
Dimitris Passas, Eva Maria Sommersberg, Rosa Prodromou © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis © Karol Jarek
Eva Maria Sommersberg © Karol Jarek
Dimitris Passas © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis, Dimitris Passas © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis, Eva Maria Sommersberg © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis, Eva Maria Sommersberg, Rosa Prodromou © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis, Eva Maria Sommersberg © Karol Jarek
Manolis Mavromatakis © Karol Jarek

Press

texnes-plus.gr  (GIOTA DIMITRIADI)

"A play about the holy Greek family, about the feeling of a “failed investment”, about the battle between the “old” and the new generation, the “spoiled” one, may seem unoriginal. But, if this play is written with lots of humor, smart lines, suspense, well built characters, and with a firm background of politic and social criticism, then we are talking about an important contemporary modern Greek play, the kind Greek dramaturgy needs. (…) Sarantos Georgios Zervoulakos (presenting his work in Athens for the first time) seems to listen carefully to what the text has to say in its wholeness, understanding its polysemy, but without forcing his direction to it."

The Editors’ newspaper, 1/06/2018 (DIMITRIS NANOURIS)

"The author Alaxandra K* makes a deep, penetrating parody of the modern Greek tragedy’s mosaic. Sarantos – Georgios Zervoulakos, coming from Germany, directs this play imaginatively. Manolis Mavromatakis at the leading part, simply rocks. Excellent on his side Dimitris Passas, Rosa Prodromou and Eva Maria Sommersberg."

monopoli.gr 18/05/2018 (MATINA KALTAKI)

"The most interesting role of this season is by far this of “Antonis” and Manolis Mavromatakis playing it, is worth an award for of best performance. The director Sarantos Georgios Zervoulakos handled space really clever (he designed the set along Ilenia Douladiri) and so did with the stage action which is fast and well built."

e-dromos.gr (SPIROS KAKOURIOTIS)

"The play speaks in a direct way about the experience of young Greeks through 10 years of crisis, but in a funny, not at all preachy manner – Manolis Mavromatakis rocks in that manner of acting playing the part of “Antonis”. It laso has a concrete structure, a rear virtue in contemporary plays, and an unexpected and creative way out of the dramatic conflict. (…) The interpretation of director Sarantos Zervoulakos, serves the play without unnecessary bedazzlements, but only with discrete interventions that give more power to it. The parts of the children play excellently Dimitris Passas and Rosa Prodromou, while Eva Maria Sommersberg plays the essential part of the “German friend”."

 

 

 

DIE ZEIT vom 21.06.2018, "Sie spielen sich selbst" (SILKE WEBER)

Wird das in dieser Zeitung stehen, dass meine Eltern mich noch immer finanzieren?«, fragt Alexandra Katsarou, 35. Ja, wird es. Alexandra Katsarou gehört zu den jungen intellektuellen Stimmen ihrer Generation in Griechen- land. (...) Katsarou ist 1985 geboren, sie gehört zu jenen, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind und als »Millennials« bezeichnet werden. (...) Wer nach 1980 geboren wurde, verdient heute in Griechenland 25 Prozent weniger als die Generation zuvor. Von den hippen Millennials ist deswegen längst nicht mehr die Rede: in Griechenland verstehen sich die jungen Menschen als »verlorene Generation«. Katsarou sagt: »unser Drama ist, dass wir mit dem Besten aufgewachsen sind. Wir konnten überall studieren, sind mit der ganzen Welt verbunden. Aber als wir anfangen sollten zu arbeiten, gab es für uns keine Jobs – oder bloß Arbeit ohne Geld.« Eine Generation, die von der Bildungsexpansion in den Ländern des Westens profitiert hat, wegen der Krise zu Hause aber trotzdem vor dem nichts steht. Die Arbeitslosenquote liegt in Griechenland derzeit bei 20,7 Prozent, das ist der höchste Wert in der Euro-Zone.

Alexandra Katsarou hat in Thessaloniki und new York City studiert. (...) Ihr aktuelles Stück »Revolutionäre Wege für die Reinigung ihres Pools« läuft am Athener Nationaltheater, der wichtigsten Spielstätte des ganzen Landes. (....) Ihr Theaterstück verlegt die Krise in die kleinste Zelle der Gesellschaft, in die Familie. Diese versammelt sich in einem Ferienhaus auf einer griechischen Insel, mit einem illegalen Pool. Gebaut vom Vater, einem Beamten von Beruf, Vertreter der Boomjahre, bevor die große Blase platzte. Ein Pool, das war damals der Mercedes eines Griechen. Ein Statussymbol. Der Pool auf der Bühne aber ist versumpft. Die Kinder sitzen im Haus fest, um abzuhauen fehlt ihnen das Geld.

Im Probenraum, drei Wochen vor der Aufführung. »Es ist immer noch sehr kontrolliert. Stellt euch vor, ihr seid in diesem Land geboren – und seid jetzt Geiseln dieses Landes!«, ruft der Theaterregisseur Sarantos Zervoulakos. Er hat eine sanfte Stimme, wendet sich aber mit großer Emphase seinen Schauspielern zu. Zervoulakos, der Sohn eines Griechen und einer Deutschen, ist für die Inszenierung des Stücks extra nach Athen gezogen. Er ist in Deutschland aufgewachsen und ausgebildet worden. Warum willst du in die schlimmste Großstadt Europas ziehen?, fragten seine Freunde. Weil es mich etwas angeht, war seine Antwort. Persönlich, aber auch als Europäer.

»Verliert die Kontrolle! Regt euch auf!«, ruft er in den Probenraum des Athener Nationaltheaters. Die schwarzen Wände lassen den Raum noch kleiner wirken, weder vom Glanz der Boomjahre noch vom Glanz der großen Bühne ist hier etwas zu spüren. Ein bisschen klingt Zervoulakos wie der französische Präsident Emmanuel Macron, der neulich in Washington vor jungen Amerikanern sagte: »Wenn ihr frustriert seid, brecht die Regeln!« Bei Zervoulakos klingt das so: »Aufstehen! Bewegt euch!« Als wollte er gegen die lähmenden Sorgen der Krise anbrüllen, die die Schau- spieler nicht nur von den Proben kennen, sondern auch aus ihren realen Leben, den Leben ihrer Freunde. 


Die Euro-Krise, die Steuerauflagen und die verabschiedeten Sparmaßnahmen seien wie ein Bombenhagel in die Lebensentwürfe auch der Akademiker- und Mittelstandsfamilien eingeschlagen, sagt Zervoulakos. »Da wird debattiert, wie geheizt oder die Stromrechnung bezahlt werden kann.« Über Politik sprechen und demonstrieren wolle kaum einer mehr. »Die Griechen sind müde, man hat sie erstickt mit all den Sparmaßnahmen«, sagt Zervoulakos. Der Premierenabend. Die Stuhlreihen füllen sich. Dort sitzt sie jetzt, die verlorene Generation, und lässt sich von ihrer eigenen Misere unterhalten. Zervoulakos inszeniert das Stück als Komödie, Humor und Transgression liegen nah beieinander, Lachen kitzelt den Verstand, glaubt er, so fängt Aufklärung an.

»Ich habe den Engländern viel Geld für dein Studium bezahlt«, sagt der Bühnenvater. Das Publikum lacht. »na ja, vielleicht zahlt sich das große Talent ja noch aus.« Das Publikum lacht. Der Bühnensohn ist Komponist, die Bühnentochter Filmemacherin. Beide sind um die 30 Jahre alt. Beide arbeiten viel. Beide verdienen mit ihrer Arbeit kein Geld. »Meine Songs sind ein verdammter Erfolg im netz«, sagt der Bühnensohn. »YouTube hat heute sogar eine Anzahlung überwiesen.« Vater: »Wie viel?« Sohn: »Fünf.« Vater: »Fünf was?« Sohn: »Fünf Euro. 4,99, um genau zu sein.« Der Bühnenvater nennt seine Kinder Klugscheißer. Der Bühnensohn nennt die Elterngeneration Neandertaler. Das Publikum lacht. Es erkennt sich wieder. (...)

Das Publikum ist ein Hort solcher Biografien. (...)»Ihr seid alle so wütend. Warum seid ihr so wütend?«, sagt der Bühnenvater. »Wir sind nicht schlecht in dem, was wir gelernt haben. Wir sind nicht schlecht«, sagen die Kinder.(...) Viele glauben nicht, dass es bald besser wird. Statt über Arbeitsmarktpolitik wird über einen neuen Generationenvertrag debattiert: Rentner sollen höhere Steuern zahlen, und die jüngere Generation soll umgekehrt finanzielle unterstützung erhalten. im Theaterstück sagt die Bühnentochter zu ihrem Vater: »Was sind schon deine zehn verbleibenden Jahre, verglichen mit meinen vierzig!«

Nach Befreiung, nach Zukunft klingt das nicht. Die verlorene Generation richtet sich in der Krise ein. 

 

                                                                                                 

theatromania.gr, 3/06/2018 (KONSTANTINOS PLATIS )

"It is a four-character play, in which responsibility is equally shared on everyone and no one will break free from it. Not even the audience, since through the appropriate trick, it becomes an accomplice to the “crime” with a tragically funny way. (…) Maybe this is a play that deserves a carrier abroad, giving to the foreign audiences the chance to escape from the stereotype “Greece=Ancient Greek tragedy”."

kommon.gr, 8/06/2018 (OLGA MOSCHOCHORITOU)

"I don’t think that there is a political analysis that approaches with clarity the reasons of the big social defeat that we are experiencing since 2010, better than the play’s finale. I feel that with her play, Alexandra K* put an end to the raw realism that tried to see the disease within the Greek society with a bland, dry manner."

tospirto.net (STELLA CHARAMI)

"Why watch it?

- For the excellent new text.

- For the powerful performances with leading that of Manolis Mavromatakis."

Manolis Mavromatakis as Antonis Doe ( Foto by Karol Janak, National Theatre of Greece, 2018)