Schöne Bescherungen
Schöne Bescherungen
Landestheater Niederösterreich, 2016
Είμαι σαν εσάς... / Ich bin wie ihr...
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ETERIA FILON Thessaloniki, 2016
Brooklyn Memoiren
Brooklyn Memoiren
Volkstheater Wien, 2016
ASTEGOΣ und die Rache des Aristophanes
ASTEGOΣ und die Rache des Aristophanes
Max Reinhardt Seminar Wien, 2016
Der nackte Wahnsinn
Der nackte Wahnsinn
Theater Oberhausen, 2015
Familienszenen
Familienszenen
Landestheater Niederösterreich, 2015
Der Stein
Der Stein
Residenztheater München, 2014
Grieche sucht Griechenland
Grieche sucht Griechenland
Residenztheater München, 2014
Hedda Gabler
Hedda Gabler
Schauspiel Leipzig, 2014
Bunbury
Bunbury
Duesseldorfer Schauspielhaus, 2013
Die Tigerin
Die Tigerin
Burgtheater Wien, 2013
Greece : Austria—Ein Streitspiel!
Greece : Austria—Ein Streitspiel!
National Theatre of Northern Greece, Thessaloniki / Schauspielhaus Graz, 2013
Bezahlt wird nicht
Bezahlt wird nicht
Theater Oberhausen, 2013
Don Carlos
Don Carlos
Staatstheater Mainz, 2012
Amphitryon
Amphitryon
Theater Oberhausen, 2012
Die Katze auf dem heißen Blechdach
Die Katze auf dem heißen Blechdach
Staatstheater Mainz, 2012
Die Odyssee
Die Odyssee
Kunstuniversität Graz, 2012
Medea
Medea
Düsseldorfer Schauspielhaus, 2011
Der goldene Drache
Der goldene Drache
Schauspielhaus Graz, 2011
Iphigenie auf Tauris
Iphigenie auf Tauris
Theater Oberhausen, 2011
Eine Sommernacht
Eine Sommernacht
Burgtheater Wien, 2010
Jenseits von Eden
Jenseits von Eden
Theater Heidelberg, 2010
Die Seemannsbraut
Die Seemannsbraut
Brucknerhaus Linz, 2010
Peer Gynt
Peer Gynt
Max Reinhardt Seminar Wien, 2009
Liebesgeschichte
Liebesgeschichte
Max Reinhardt Seminar Wien, 2009
Wer hat Angst vor Virginia Woolf…?
Wer hat Angst vor Virginia Woolf…?
Max Reinhardt Seminar Wien, 2009
Lysistrata
Lysistrata
Max Reinhardt Seminar Wien, 2008
Schwimmen wie Hunde
Schwimmen wie Hunde
Max Reinhardt Seminar Wien, 2007

Theater Oberhausen

2012

Amphitryon

von Heinrich von Kleist

Premiere am 25.05.2012

Regie: Sarantos Zervoulakos
Bühne: Raimund Orfeo Voigt
Kostüme: Geraldine Arnold
Dramaturgie: Simone Kranz

Mit Elisabeth Kopp, Manja Kuhl, Henry Meyer, Klaus Zwick,Peter Waros , Sergej Lubic

 

Pressestimmen

"Die Welt als Dudelsack" von Simon Broll
Interview aus Spiegel-Online vom 23.05.2012

(...)Wenig Effekthascherei, viel Sprachgefühl: Der Jungregisseur Sarantos Zervoulakos ist ein Textpurist. Am Theater Oberhausen bringt der Deutschgrieche jetzt Kleists Lustspiel "Amphitryon" auf die Bühne.(...)

(...)"Kleist hatte ein Gespür für derben Texthumor", meint Regisseur Sarantos Zervoulakos. "Bei ihm geht es den Figuren verbal an den Kragen." Dass Zervoulakos den Kleistschen Wortwitz lobt, verwundert wenig. Der 31-jährige Deutschgrieche, in Thessaloniki geboren und in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen, gilt als Bewahrer der klassischen Theatersprache. Seine Inszenierungen erheben den Anspruch, die Texte unverändert vorzutragen (...)

(...)"Ich glaube nicht, dass rigoroses In-Slang-Setzen ein Stück jünger macht", sagt der Regisseur. Vielmehr gehe es darum, das Publikum zum besseren Hören einzuladen.

(...)Und gerade dies mache laut Zervoulakos den Humor aus: "Man lacht, weil man in den Figuren Verwandte oder Freunde erkennt."

(...)Zervoulakos erschafft ein System aus gegenseitigen Bekundungen: Ich glaube an dich, also bist du. Ich glaube nicht an dich, also verschwindest du.
Besonders deutlich wird dieses Muster in Bezug auf das Schloss, vor dessen Toren laut Kleistscher Textfassung die Personen aufeinandertreffen. Der Eingang zum Palast verwandelt sich bei Zervoulakos in ein Absperrband, wie man es aus Warteschlangen an Kinokassen oder Freizeitparks kennt. "Jeder könnte durch, wenn er nur das Band abzieht", meint der Regisseur. "Doch weil sich alle an die Absperrung halten, bleibt der Weg verschlossen."
Der Mensch, so zeigt es Zervoulakos, ist ein Regelwesen. Er grenzt sich mit Gesetzen ein, um existieren zu können. "Amphitryon" verdeutlicht, was geschieht, wenn alle Gewissheiten wegfallen. Die Welt gerät in Chaos, sie wird zum Hexenkessel.
Oder zum Dudelsack, wie Kleist erkannte.(...)